Das Naturschutzgebiet Finkental

Das Naturschutzgebiet Finkental umfasst eine Fläche von 14,8 ha und wurde 1991 unter Naturschutz gestellt. Es handelt sich um die floristisch interessantesten Silikatmagerrasen in Wittgenstein. Auf den Weiden kommen neben dem unscheinbaren Katzenpfötchen und der gelben Arnika auch zahlreiche Orchideen vor, wie z.B. Großes Zweiblatt, Männliches Knabenkraut, Grünliche und Zweiblättrige Waldhyazinthe. Schmetterlinge wie der Dukatenfalter, der Große Perlmutterfalter und ebenso der Schwalbenschwanz, bevorzugen die trockenen, warmen Hänge. In den Weißdorn- und Schlehenhecken brütet der Neuntöter.

 

 

 

 

 

Die Grünliche Waldhyazinthe blüht von Mai bis Juli und wächst meist in lichten Wäldern und auf feuchten Wiesen, aber auch auf Magerrasen. Sie kommt nur auf kalkreichen Böden vor.Verwechslungsgefahr besteht mit der sehr ähnlichen Zweiblättrigen Waldhyazinthe (Platanthera bifolia).

 

 

Beschreibung des "Männlichen Knabenkrauts" :Seitliche Kelchblätter bei vollständig geöffneten Blüten nach oben stehend und nach außen gedreht. Mittleres Kelchblatt bildet mit den Kronblättern einen Helm. Lippenform variabel: deutlich oder nur andeutungsweise dreilappig. Basis heller mit dunkleren Punkten. Lippenrand meist gefranst. Albinos sind selten, treten aber regelmäßig auf. Die Blütezeit ist von April bis Juni.

 

Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und auffälligsten einheimischen Schmetterlinge. Die Flügelspannweite kann bis zu 9 cm betragen. Zugleich ist er auch einer der schönsten Schmetterlinge. Seine Flügel sind hellgelb und weisen eine Vielzahl von Flecken und Adern auf. Die Hinterflügel weisen jeweils 6 blaue sowie einen roten Punkt auf. Die Hinterflügel enden in einem spitzen Fortsatz. Leider ist der Schwalbenschwanz nicht mehr allzu häufig anzutreffen. Er gilt als gefährdet, aber nicht vom Aussterben bedroht. Dies liegt vor allem an seinen Ernährungsgewohnheiten. Der Schwalbenschwanz bzw. die Raupe ernähren sich vor allem von der wilden Möhre, Dill, Karottenkraut und und anderen Doldenblütlern.

Der Dukatenfalter ist durch seine leuchtend orangene Flügeloberseite (nur beim Männchen) besonders auffallend. Er könnte mit dem Großen Feuerfalter verwechselt werden. Dieser ist jedoch meist größer und unterscheidet sich vor allem an der Zeichnung der Hinterflügelunterseite: Beim Großen Feuerfalter erscheint die Grundfarbe hellblau-mehliert, beim Dukatenfalter ist sie matt orangebraun. Weiterhin könnte der Dukatenfalter mit der Gebirgsform des Ampferfeuerfalters verwechselt werden, denn dieser Form fehlt der violett-blaue Schiller, welchen die Grundform des Ampferfeuerfalters besitzt. Die Flügeloberseite des Weibchens gleicht der Oberseite des Weibchens vom Braunen Feuerfalter.

 

 

Der Große Perlmutterfalter ist auf Grund der grünlichen Unterseite der Hinterflügel mit den auffälligen Perlmutterflecken einigermaßen sicher von ähnlichen Perlmutterfaltern zu unterscheiden. Man findet den Großen Perlmutterfalter zerstreut in ganz Deutschland, wo er vor allem Grashänge, grasige Magerrasen oder Heidegebiete bewohnt und dabei basische Böden bevorzugt. Die Falter sind sehr lebhaft und fliegen oft minutenlang hastig umher, bevor sie sich dazu entschließen können, sich an einer Blüte niederzulassen, um dort jedoch auch nur wenige Sekunden zu verweilen.