Leistungsnachweis

Um das in theoretischen und praktischen Ausbildungsstunden Erreichte unter Beweis zu stellen, fanden schon seit je her Leistungsnachweise und Wettkämpfe auf allen Ebenen (Kreis, Land, Bund) statt. Diese Wettkämpfe werden auch mit großem Interesse in der Öffentlichkeit verfolgt.
Inwieweit die hiesige Wehr an solchen Wettkämpfen seit ihrem Bestehen bis Anfang der 60iger Jahre daran teilnahm, kann nicht mehr belegt werden. So nahm man am 29. Sept. 1963 mit 2 Gruppen an Wettkämpfen auf Kreisebene in Arfeld teil. Dort errang man einen 5. Und 6. Platz. Ein Jahr später belegte eine Gruppe an gleicher Stelle einen hervorragenden 3. Platz.
Am 17. Mai 1969 fand in Berghausen ein nur sportlicher Wettbewerb statt. Die dort gestartete Gruppe erreichte mit handgestoppten Rückstand von 0,1 Sekunden hinter Arfeld den 2. Platz.
In Arfeld wurden 1971 zum ersten Male Leistungsnachweise mit dem Ziel durchgeführt, die Bedingungen für den Erwerb des Feuerwehrleistungsabzeichens in Bronze zu erfüllen.

Innerhalb einer vorgegebenen Zeit musste eine Übung absolviert sein. Die Wehr nahm mit einer Gruppe an diesem Leistungsnachweis teil. Auf Grund Revidierung eines umstrittenen Fehlers wurden die Bedingungen nachträglich als erfüllt anerkannt. Der gleiche Wettkampf fand 1972 in Raumland statt. Auch hier nahm eine Gruppe am Leistungsnachweis teil.
1976 erließ der Landesfeuerwehrverband NRW neue Richtlinien hinsichtlich der Durchführung solcher Leistungsnachweise. Erstmalig veranstaltete der Kreisfeuerwehrverband Siegerland/Wittgenstein 1977 einen derartigen Leistungsnachweis in Arfeld. Hier wurden die Bedingungen von einer Gruppe der Wehr erfüllt.
Der Leistungsnachweis wurde fortan jährlich - unter den aktuell ergänzenden Richtlinien-– durchgeführt. Die Wehr nahm jedes Mal am Leistungsnachweis teil und erfüllte die Bedingungen; vielfach mit 2 Gruppen, in Ausnahmefällen auch mit 3 Gruppen. So wurde beispielsweise eine Gruppe 2003 mit dem Wanderpokal ausgezeichnet, weil sie die beste Gesamtleistung ablieferte.
1996 fand in Schwarzenau der 20. Leistungsnachweis statt. Die Kameraden Ulrich Bald, Rüdiger Zavoral und Erich Feige nahmen -ohne Unterbrechung- zum 20igsten Male daran teil und starteten in einer sogen. Jubiläumsgruppe.
Beim 25igsten Leistungsnachweis am 25.08.2001 nahmen die Kameraden Ulrich Bald und Erich Feige zum 25igsten Male in Folge teil. Beide Kameraden wurden dafür mit dem Leistungsabzeichen der Sonderstufe in Gold mit gelben Grund ausgezeichnet.
Auch beim 30igsten Leistungsnachweis am 02.09.2006 in Erndtebrück nahmen die Kameraden Ulrich Bald und Erich Feige zum 30igsten Male in Folge daran teil. Beide starteten in einer zu diesem Anlass gebildeten Jubiläumsgruppe, die die Bedingungen des Leistungsnachweises erfüllte.
In den Folgejahren gelang es auch dem Löschgruppenführer Siegfried Hippenstiel sowie dem Kameraden Bernd Hirschhäuser, 30igmal am Leistungsnachweis teilzunehmen.

Zum ersten Male nahm die Wehr am 08. Sept. 1979 in Olpe an den internationalen Ausscheidungswettkämpfen der Freiw. Feuerwehren ohne Altersbewertung auf Landesebene teil. Etliche Übungsstunden investierte die Gruppe, um das erhoffte Ziel, sich für die Bundesausscheidungswettkämpfe 1980 in Hannover zu qualifizieren, zu erreichen. Unterstützt von zahlreichen Fans (fast die Hälfte des Dorfes), die die Fahrtkosten und den Verzicht auf andere Arbeit (z.B. in der Landwirtschaft) in Kauf nahmen, konnte die Gruppe beim Wettkampf die zuletzt gezeigten Trainingsleistungen nicht bestätigen und belegte „nur“ den 9. Platz. Damit verfehlte die Gruppe das erhoffte Ziel um 3 Plätze.
Durch dieses unglückliche Ausscheiden zusätzlich motiviert, nahm eine Gruppe bei den nächsten Ausscheidungswettkämpfen am 25.06.83 in Heiden (Kreis Borken) teil. Doch auch hier wurde das gesteckte Ziel nicht erreicht.
Um unter Wettkampfbedingungen weitere Erfahrung zu sammeln, besuchte die Gruppe am 23.06.84 einen Pokalwettkampf in Nidderau-Eichen (Hessen).
Erst im Jahre 1989 formierte sich wieder eine Gruppe, um an internationalen Ausscheidungswettkämpfen teilzunehmen. Das erste Ziel ist jedoch die erfolgreiche Teilnahmen an den im Jahre 1990 stattfindenden Pokalwettkämpfe in Gerlingen und Arfeld. Jedoch musste die Gruppe während der Vorbereitungszeit mehrere Rückschläge hinnehmen. Bereits in den Wintermonaten blieben einzelne Kameraden vom Verletzungspech nicht verschont. Durch den Ausfall des TLF 8 musste der Tragkraftspritzenanhänger mittels Schlepper zum Übungsort gefahren werden. Leider wurde die Wettkampfgruppe unmittelbar vor dem Wettkampf am 01.09.1990 in Wenden- Gerlingen erneut von einem herben Rückschlag getroffen, als ein Kamerad wegen eines Bänderrisses ausfiel. Dieser Ausfall war nicht mehr zu korrigieren, da ein neuer Kamerad nicht innerhalb von 2 Tagen auf den Leistungstand eines eingeübten Kameraden gebracht werden konnte. Trotzdem ereichte die Löschgruppe Richstein am 01.09.1990 in Wenden Gerlingen einen hervorragenden 8. Platz in der B Gruppe (Gruppe mit Altersbewertung); 14 Tage später in Bad Berleburg Arfeld am 15.09.1990 einen 9. Platz. Im Laufe des weiteren Wehrgeschehens nahm die Wehr nicht mehr an solchen Wettkämpfen teil.
Allerdings schloss sich unser Kamerad Ulrich Bald der Arfelder Wettkampftruppe an. 2009 war er Mitglied dieser Gruppe, die bei der Feuerwehrolympiade mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.
Inzwischen sind auch unsere Kameraden Christian Hippenstiel und Marc Bänfer Mitglieder einer weiteren, neugegründeten Arfelder Wettkampftruppe.