Geräte + Ausrüstung

Als die Wehr gegründet wurde, konnten die Mitglieder nicht auf große finanzielle Hilfe durch die Kommune hoffen. Als Ausrüstung stand ihnen nur eine von der Gemeinde übernommene Handdruckspritze Abbildung 1) zur Verfügung, welche auch heute noch einsatzfähig ist. Ausrüstungsgegenstände wie z. B. Uniformen u. Hakengurte wurden aus eigener Kasse oder durch freiwillige Spenden finanziert. Doch auch der soziale Aspekt besaß schon damals einen hohen Stellenwert, was die Gründung einer Sterbekasse im Jahre 1927 bewies.

1934 konnte das neuerbaute Feuerwehgerätehaus seiner Bestimmung übergeben werden.Unter der Amtszeit von Brandmeister Karl Pfeil bekam die Wehr 1950 eine gebrauchte Tragkraftspritze, die 1959 wegen Defekt durch eine automatische TS 8 ersetzt wurde. Der dazugehörige Anhänger wurde erst 1958 geliefert. Da noch kein Tragkraftspritzenfahrzeug vorhanden war, bestand bis 1964 eine Fahrbereitschaft mit privaten Fahrzeugen.

Am 28. Juni 1964 erhielt die Wehr das erste, langersehnte Feuerwehrfahrzeug (Abbildung 3). Es wurde von der Feuerwehr Girkhausen übernommen. Dieses Fahrzeug wurde im Jahre 1965 durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug abgelöst.

Doch schnell erkannte man, dass mit diesem Fahrzeug allein die Wehr ihre Aufgaben nicht pflichtgemäß erfüllen konnte. Bei Wald- und Flächenbränden stellte man fest, dass das Fahrzeug nur bedingt einsatzfähig ist. Da Richstein zu den flächengrößten Gemeinden des Altkreises Wittgenstein zählt, wurde der Wehr 1971 ein Tanklöschfahrzeug (TLF 8) zugeteilt. Dieses Fahrzeug war bis 1995 im Einsatz. Weiterhin verfügte die Wehr seit dem Frühjahr 1979 über 2 Sprechfunkgeräte, welche bei der Brandbekämpfung wertvolle Dienste leisteten.

Da das 1971 zugeteilte Tanklöschfahrzeug bei Kamerad Saßmannshausen untergebracht war, wurde eine Erweiterung des bestehenden Feuerwehrgerätehauses dringend nötig. Nach zähen Verhandlungen bewilligte die Stadt Bad Berleburg 1981 den erforderlichen Umbau. Die Baumaßnahmen wurden von den Kameraden in Eigenleistung durchgeführt.

Nach 2-jähriger Bauzeit konnte man am 30. September 1983 die Einweihung des neuen Gerätehauses unter Teilnahme der Richsteiner Bürger, der benachbarten Wehren und Vertretern des öffentlichen Lebens feiern.
Die Feierlichkeiten umrahmte der “MGV "Harmonie" Richstein“ mit einigen Liedbeiträgen.

Im Jahr 1987 wurde das TLF 8 durch den Katastrophenschutz ausgemustert.
Das durch die Stadt Bad Berleburg zurückgekaufte und unserer Wehr zur Verfügung gestellte TLF 8 wurde von den Wehrkameraden der LG Richstein repariert und somit wieder einsatzfähig gemacht, bis es im Jahr 1995 endgültig ausgemustert wurde.

Im selben Jahr wurde auch das TSF, das nunmehr seit 22 Jahren seinen Dienst verrichtete, ausgemustert; dafür gab es jedoch kein Ersatzfahrzeug.

Weiterhin führte die Löschgruppe Richstein im Jahre 1987 mehrere und kostenintensive Renovierungsarbeiten in Eigenleistung am Gerätehaus durch. Die Kosten wurden vollständig durch die Löschgruppe getragen.

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Abbildung 1 Abbildung 2 Abbildung 3 Abbildung 4

Wegen des nicht ausreichenden Fahrzeugbestandes beschließen 1988 einige Kameraden, den ausgemusterten TSA (Tragkraftspritzenanhänger) wieder einsatzfähig zu machen.

Am 21.09.1990 erhielt die Löschgruppe Richstein mit einem LF 8 von der Firma Schlingmann auf Mercedes Benz Fahrgestell ihr zweites Neufahrzeug in seiner 80 Jährigen Geschichte. Siehe Bild links.

Auch im Jahr 1991 wurden wieder umfassende Renovierungsarbeiten am Gerätehaus sowie der Bau eines Schlauchwickelgerätes in Eigenleistung durchgeführt.

Im Juli 1994 wurde durch die Firma Jüngst mit den Ausgrabungsarbeiten für einen Feuerlöschteich am Lindenhof begonnen.

Im Dezember 1994 bekam die Wehr 4 neue 1 Flaschen Atemschutzgeräte mit 300 bar und 4 Ersatzflaschen von der Stadt Bad Berleburg.

Im August 1995 wurde in 500 Stunden eine komplette Dachsanierung inklusive Kupferdachrinne des Geräthauses in Eigenleistung durchgeführt.

Die Arbeiten am Feuerlöschteich wurden durch die Firma Jüngst fortgesetzt.

Seit dem 07.03.1996 steht der Löschgruppe Richstein das TLF 16/25 des Zuges I als Ersatz für das ausgemusterte TLF 8 / 8 zur Verfügung.

Das TLF 8 / 8 auf Unimog Fahrgestell wurde zunächst beim Baugeschäft Saßmannshausen untergebracht,

Auch im Jahr 1996 wurde wieder umfangreich am Feuerwehrgerätehaus gearbeitet. So wurde der Dachboden über der Fahrzeughalle ausgebaut und Isolierung und Arbeiten an der Heizungsanlage durchgeführt.

Im November 1997 wurde durch den Technischen Überwachungsdienst das TLF 16 / 25 ausgemustert

Die Anschaffung einer TV Viedeoanlage dient zur theoretischen Ausbildung,

Auch 1998 wurden Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten am Gerätehaus in Eigenleistung durchgeführt (Dachrinne, Dacharbeiten, Tor Turm, Fenster, Innen- und Außenanstrich, Zaun ums Gerätehaus).

Ein großer Tag für die Löschgruppe war der 15.01.1999. An diesem Tag erfolgte die offizielle Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 8/6. (Abbildung 4/5). Neben Abordnungen verschiedner Löschguppen konnte LG-Führer Siegfried Hippenstiel zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Stellvertretend seien genannt: Oberkreisdirektor Forster, Bürgermeister Aderhold, Beigeordneter Braun, Kreisbrandmeister Müller sowie dessen Stellvertreter Feige, Stadtbrandmeister Reber, Feuerwehrarzt Dr. Spieske, Ordnungsamtsleiter Knebel, Pfarrer Spillmann, Ortsvorsteher Sittler,

Das Fahrzeug wurde in einer kleinen Feierstunde von dem 1. Beigeordneten, Hans Werner Braun, an den Löschgruppenführer Siegfried Hippenstiel übergeben. Anschließend wurden die Feierlichkeiten mit einem gemütlichen Beisammensein im Feuerwehrgerätehaus abgeschlossen.

Einen Tag später, am 16.01.99, veranstaltete die Wehr einen Tag der offenen Tür für die Richsteiner Bevölkerung.

Im weiteren Verlaufe des Jahres 1999 erfolgt noch die Anschaffung und Montage einer elektrischen Aufhängevorrichtung zum Trocknen der Schläuche.

Anlässlich des Heimattages am 22.10.2005 in der Festhalle in Bad Berleburg- Berghausen bekam die Löschgruppe Richstein eine Urkunde für die Gestaltung des Feuerlöschteiches zugesprochen.

Abbildung 5